Leistungsspangenabnahme in Meppen – Emsländische Jugendfeuerwehren zeigen guten Ausbildungsstand

Foto: Klaus Smit
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Was regelt die Feuerwehr-Dienstvorschrift 3? Wie heißt der Innenminister von Niedersachsen? Wer ist Joachim Gauck? Dies sind nur drei von vielen Fragen die sich 280 Jugendliche aus neun Landkreisen des Bezirkes Weser-Ems am vergangenen Sonntag im Leichtathletikstadion in Meppen stellen mussten. Sie waren angetreten, um die höchste Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr zu erwerben, die Leistungsspange.

Die Leistungsspange ist deshalb so wertgeschätzt, da hier eine fünffache Leistung innerhalb einer Löschgruppe erforderlich ist. Neben der Schnelligkeit (fehlerfreies Kuppeln von acht Schläuchen in unter einer Minute), dem Kugelstoßen über eine Distanz von mindestens 55 Meter, einem Staffellauf über 1500 Meter in unter vier Minuten und einer einstudierten Löschübung sind auch Fragen zur Gesellschafts- und Jugendpolitik sowie rund um die Feuerwehr zu beantworten. Bewertet wird aber auch die persönliche Haltung, geordnetes und geschlossenes Auftreten.

Foto: Klaus Smit
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„Alle oder keiner“ ist dabei das Motto des Wettbewerbes. Es zählt allein die Leistung der Gruppe, da Teamgeist, gegenseitiges Vertrauen und Kameradschaft auch die Grundvoraussetzungen für die spätere Arbeit in den Einsatzabteilungen einer Feuerwehr sind. Jede Gruppe besteht dabei aus neun Jugendlichen.

Am Ende erhielten 216 Jugendliche schließlich die begehrte Leistungsspange. Darunter auch der emsländische Feuerwehrnachwuchs aus Haren, Aschendorf, Papenburg, Handrup und Osterbrock. „Bis zu diesem Ziel war es ein langer und manchmal auch beschwerlicher Weg“, war von den Jugendlichen hinsichtlich der langen intensiven Zeit des Vorbereitens zu hören. Am Ende zeigten sich die 15 bis 18 Jahre alten Brandschützer erleichtert, da sie die Erfolge ihrer Bemühungen ernten konnten und nun das begehrte Abzeichen voller Stolz tragen dürfen. Zu den ersten Gratulanten gehörten vom Landkreis Emsland der Dezernent Marc-André Burgdorf, die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Meppen Annelene Ewers, Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff, Meppens Stadtbrandmeister Norbert Kohnen sowie Kreisjugendfeuerwehrwart Klaus Smit. Smit dankte im Rahmen der Verleihung der JF Meppen für die logistische Unterstützung und den rund 80 Jugendfeuerwehr-Betreuern und Ausbildern für ihre hervorragende Arbeit und den aufgebrachten Zeitaufwand.

Bericht: Klaus Smit

Foto: Klaus Smit
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