Wettbewerbe anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Marklohe

Beim A-Teil des CTIF mussten die Gruppen unter anderem 5 Liter Wasser durch eine kleine Öffnung pumpen. Foto: Henkel

Marklohe (MH). Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Marklohe, führte die Kreisjugendfeuerwehr Nienburg/Weser ihren diesjährigen Kreis-CTIF-Wettbewerb sowie die Abnahme der Jugendflamme 2 und 3 am Sonntag in Marklohe durch.

 

Erstmalig wurde beim Termin des internationalen Wettbewerbes auch die Abnahme der Jugendflamme der Stufen 2 und 3 angeboten. Die Jugendflamme ist ein Ausbildungsnachweis in Form einer Auszeichnung und gliedert sich in drei Stufen. Als Aufgaben für die „Prüflinge“ mussten Beispielsweise Gerätschaften erläutert werden, die auf einem feuerwehrfahrzeug verlastet sind oder einen „Löschangriff“ vorführen. Themen der Ersten-Hilfe gehörten ebenfalls zu den geforderten Leistungen.

Insgesamt traten zum internationalen Wettbewerb 28 Gruppen an. Diese „magere“ Teilnahme mahnte Kreisjugendfeuerwehrwart Mario Hotze in seiner Rede bei der Siegerehrung an. „Mein Wunsch ist es, das alle 53 Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis an dieser Veranstaltung teilnehmen!“, sagte Hotze. Dank sprach der Kreisjugendfeuerwehrwart der Ortsfeuerwehr Marklohe für die gute Vorbereitung des Wettbewerbes aus.

Bei der Abnahme der Jugendflamme mussten die Bewerber zeigen, was sie an Feuerwehrtechnik beherrschen und auch erläutern. Foto: Henkel

Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Volker Brinkmann, der die Grüße der Kreisfeuerwehr Nienburg/Weser überbrachte, zeigte sich etwas enttäuscht über den fehlenden Teilnahmewillen mancher Jugendfeuerwehren. Der internationale Wettbewerb galt als letzter Wettbewerb auf Kreisebene für das Jahr 2016. Somit floss die Bewertung mit in die Entscheidung zum Kreismeister 2016 ein.

Beim diesjährigen Kreis-CTIF-Wettbewerb erreichte die Jugendfeuerwehr Blumenau (Region Hannover) den ersten Platz. Blumenau startete außerhalb der Wertung für den Kreismeister 2016. Auf den zweiten Platz schaffte es die Jugendfeuerwehr Deblinghausen-Voigtei vor der Jugendfeuerwehr Bücken und Umgebung 1. Durch den zweiten Platz beim CTIF und den Leistungen im laufenden Jahr wurde die Jugendfeuerwehr Deblinghausen somit Kreismeister 2016 der Kreisjugendfeuerwehr Nienburg/Weser.

Die Jugendflamme der Stufe 2 erreichten folgende Bewerber:

  • Marek Fisch und Merle Schünemann (Stöckse)
  • Janko Maier, Kevin Beisner, Nele Häsemeyer, Niklas Häsemeyer und Jani-Lea Meyer (Steyerberg)
  • Fenja Cornelsen und Lennox Graeve (Nienburg)
  • Jannik Knackstedt, Paul-Rasmus Witte, Oliver Knackstedt, Jonas Knackstedt und Leonid Witte (Deblinghausen)
  • Angelo Rusch (Rehburg)

Die Stufe 3 der Jugendflamme erreichten:

  • Julian Achilles (Deblinghausen)
  • Joana Marhold (Steyerberg)
  • Siana Busse, Janine Krämer, Lukas Wagner, Mirco Engelmann, Lukas Voigt, Jule Brandt, Melissa Hoppe und Patrick Mohrmann (Rehburg)
  • Lucien Heinze, Finnja Marie Schumacher, Felix Schafft und Till Scheibner (Loccum)
  • Jenny Mahlo (Husum)
  • Jost Block und Janina Klauenberg (Nienburg)
Schnell eine Schlauchleitung durchs Ziel ziehen war eine Aufgabe bei B-Teil des CTIF. Foto: Henkel

Der internationale Wettbewerb CTIF (Comité Technique International de prévention et d’extinction du Feu) gliedert sich in 2 Disziplinen: A-Teil als „Löschangriff“ sowie dem B-Teil, der als sportlicher Aspekt gilt. Im A-Teil mussten die Gruppen, zu jeweils neun Mitgliedern, eine Schlauchleitung gerade und ohne Verdrehungen verlegen. Dieses geschah über und durch Hindernisse hindurch. Am Ende galt es fünf Liter Wasser mittels einer Kübelspritze durch eine kleine Öffnung zu pumpen. Nach erfolgreicher Aufgabe galt es dann noch vier Knuten und Stiche, sowie vier Feuerwehrutensilien richtig zuzuordnen.

Der B-Teil, der als 400-Meter-Staffellauf ausgelegt ist, wurde ebenfalls von allen Gruppenmitglieder absolviert. Auch diese Strecke war, wie beim A-Teil, mit Hindernissen (z.B. Leiterwand) und kleinen Aufgaben bestückt. Beide Teile des internationalen Wettbewerbes mussten unter Zeitvorgaben erledigt werden.

Sie haben es geschafft: Die Jugendflamme der Stufe 2 bzw. 3. Foto: Henkel
Die siegreichen Jugendfeuerwehren Deblinghausen-Voigtei und Blumenau mit den Offiziellen. Foto: Henkel

Fotos und Text: Marc Henkel