So kreativ, dass es knallt? – NJF-Klausurtagung in der Südheide

Im Faßberg-Flyer, einem Flugzeugtyp der Luftbrücke nach Berlin, hörten die Ausschussmitglieder einige Luftfahrtgeschichten. Foto: Kutzner

Hermannsburg. Der kreative Output, der auf der Klausurtagung der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr entstand, war sicher nicht schuld am Unwetter, dass sich am ersten Aprilwochenende über der Südheide entlud. Dennoch rauchten die Köpfe der Mitglieder des Landesjugendfeuerwehrausschusses, während sie über die künftigen Projekte des Feuerwehrnachwuchses berieten. Von den Änderungen des Brandschutzgesetzes über die Planung des Landeszeltlagers bis zum entstehenden NJF-Shop stand einiges auf der Liste.

Ziel der Klausurtagung ist in jedem Jahr, die offenen Fragen der Kinder- und Jugendarbeit zu klären und Probleme der Basis zu diskutieren. In diesem Jahr ging es vor allem um die großen Projektüberschriften für die kommenden Jahre. „Ein wichtiges Thema wird sein, die Hürden für unsere Mitglieder zu senken. Dazu zählen reale Hürden für unsere behinderten Mitglieder, aber auch institutionelle Hürden, die zum Beispiel einem Übertritt in die Einsatzabteilungen entgegenstehen“, sagte Landesjugendfeuerwehrwart André Lang. Zunächst solle jedoch das aktuelle Jahresmotto „Zukunft gestalten – Mitbestimmen“ weiter mit Leben gefüllt werden. „Das ist für uns keine leere Phrase. Für uns ist es in Zukunft selbstverständlich, dass wir alle Landesjugendsprecher zu den Sitzungen einladen, damit leben wir Mitbestimmung vor. Es war gut, dass unsere Landesjugendsprecher dabei waren. Ihre Diskussionsbeiträge haben uns an vielen Stellen weitergebracht“, sagte Lang.

Die Landesjugendsprecher nutzten das Wochenende, um mit den übrigen Funktionären ins Gespräch zu kommen. Foto: Bädorf

Die Landesjugendsprecher Annemieke Ehlers, Bjarn Luca Meier und Lea Meins nutzten die Gelegenheit, die über ganz Niedersachsen verteilten Ehrenamtlichen der Führungsetage persönlich kennenzulernen. Dabei half das Rahmenprogramm der Klausurtagung, organisiert von den örtlichen Feuerwehren. Die knapp 20 Tagungsteilnehmer informierten sich auf dem nahegelegenen Fliegerhorst in Faßberg über die internationale Zusammenarbeit der deutsch-französischen Brigade und welche Vor- und Nachteile eine längere Dienstzeit fern von der Heimat mit sich bringt. Selbstredend war auch die neue Feuerwache neben der Landebahn mit den Sonderfahrzeugen der Bundeswehr eine Anlaufstelle. Ebenso das Luftbrückenmuseum neben dem Stützpunkt. „Es ist bemerkenswert, mit wie wenig die Menschen damals auskommen mussten. Die Organisation der Luftbrücke ist beeindruckend und hat zum Nachdenken angeregt“, sagte der Landesjugendfeuerwehrwart.

Mit den Eindrücken im Kopf und nach zahlreichen informellen Abendgesprächen war ein weiteres Ergebnis der Klausurtagung, dass künftig die inhaltliche Arbeit der Kinder- und Jugendfeuerwehren genauer differenziert werden muss. Viel Arbeit für die kommenden Gremien auf Landes- und Bezirksebene, aber auch für die nächste Klausurtagung.