Dräger Seminar – Vom Betreuer zum Coach

Oft sind es gemeinsame Erfolge, die Jugendliche und Erwachsene zusammenschweißen. Auch dadurch entsteht Sozialkompetenz. Foto: Kutzner

Vom Betreuer zum Coach ist ein zweiteiliges Seminar, in dem es unter anderem um die Motivation Jugendlicher geht, aber auch darum, wie etwa der Übertritt in die Einsatzabteilung besser gelingen kann. Grundlage dafür sind Werkzeuge zur Vermittlung sozialer Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen, die wiederum auf sozialer Kompetenz der Betreuerinnen und Betreuer aufbauen. Daher stehen auch die eigene Kommunikations- und Konfliktfähigkeit sowie Selbstvertrauen, Hilfsbereitschaft, Zielbewusstsein und eine sensible Wahrnehmung auf dem Lehrplan.

Soziale Kompetenz ist ein Erfolgsfaktor in Familien, in Schulen und auch bei der Berufsausbildung. Defizite auf diesem Gebiet erschweren auch die Nachwuchsarbeit im Ehrenamt. Feuerwehren und Jugendfeuerwehren sind ganz besonders auf Kompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein, Hilfsbereitschaft, Verlässlichkeit und Teamfähigkeit angewiesen und leiden damit besonders darunter, wenn diese Eigenschaften nicht ausreichend ausgeprägt sind.

Geleitet wird das zweitägige Seminar von Carsten Kremke, der ähnliche Angebote bereits seit 15 Jahren für den Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein konzipiert und durchführt. Außerdem bietet der Wirtschaftsingenieur weitere Trainings für Firmen und Teams an. „Mit unserem Seminarangebot wollen wir die Qualität der Jugendarbeit fördern und Betreuern Werkzeuge an die Hand geben, mit denen sie nicht nur ihre Schützlinge besser motivieren, sondern auch die Freude an der nicht immer einfachen Jugendarbeit behalten“, sagte Carsten Kremke.

Es gibt derzeit keine bevorstehenden Veranstaltungen.

Konkret gibt das Seminar Antworten auf die Fragen:

  • Wie steigert man die Attraktivität der eigenen Jugendfeuerwehr?
  • Wie motiviert man unmotivierte Jugendliche?
  • Wie gewinnt man mehr Mitglieder?
  • Wie klappt der Übertritt in die Einsatzabteilung besser?
  • Wie kann die Jugendfeuerwehr das Leben ihrer Mitglieder verändern?
  • Wie behalten Verantwortliche den Spaß und die Motivation an der ehrenamtlichen Arbeit in der Jugendfeuerwehr?

Die Inhalte des Lehrgangs sind super und erleichtern mir die Arbeit mit den Kindern. Ich habe neue Ideen für die Arbeit bekommen und sehe Dinge mit anderen Augen. Schade, dass man das Seminar nur einmal besuchen kann.“ Sandy Lattermann, Jugendwartin in Königsee, Seminarteilnehmerin im Jahr 2015.


Dem praktischen Werkzeugkasten für die Arbeit in der eigenen Jugendfeuerwehr geht im Seminar fundiertes Theoriewissen voraus. Im zweiten Teil des Seminars, der etwa ein halbes Jahr nach dem ersten stattfindet, stehen die Erfahrungen im eigenen Umfeld der Teilnehmer sowie zahlreiche praktische Übungen auf dem Plan.

Inhalte Teil 1:
  • Kommunikations- und Konfliktfähigkeit
  • Selbstvertrauen
  • Hilfsbereitschaft
  • Zielbewusstsein
  • sensible Wahrnehmung
  • Selbstdisziplin

Außerdem lernen die Teilnehmer Werkzeuge zur Vermittlung sozialer Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen kennen, probieren sie aus und unternehmen praktische Übungen zur Stärkung der eigenen Kompetenzen.

Inhalte Teil 2:
  • Erfahrungsaustausch zur eigenen Umsetzung der in Teil 1 gelernten Inhalte (Nach ca. halbjähriger Erprobungsphase)
  • Weitere Bausteine sozialer Kompetenz: Wertschätzung, Teamfähigkeit, positive Einstellung, Verantwortungsbewusstsein
  • 20 weitere Übungen für die praktische Arbeit mit den Jugendlichen und zur Stärkung der eigenen Kompetenzen
  • Übungen richtig vorbereiten, durchführen, auswerten
  • Was beeinflusst unsere Arbeit noch? (Ernährung, Medien, Drogen, etc.)