Dransfelder legen im Zeltlager „Zusatz“-Jugendflamme in Schleswig-Holstein ab

Im Zeltlager in Wittenborn bei Bad Segeberg erlebten die Dransfelder einiges. Foto: Freter
Im Zeltlager in Wittenborn bei Bad Segeberg erlebten die Dransfelder einiges. Foto: Freter

„Der Schatz im Silbersee“ und die Abnahme der Jugendflamme 1 waren die Highlights des diesjährigen Sommerzeltlagers der Jugendfeuerwehren aus der Samtgemeinde Dransfeld. Als die Jugendfeuerwehren ihr letztes Zeltlager in Wittenborn bei Bad Segeberg beendeten, versprachen sie dem Platzwart Sönke Eggert: „Wir kommen wieder!“
Dieses Jahr lösten die Dransfelder Jugendfeuerwehren das Versprechen ein. Mit insgesamt 123 Teilnehmern, davon 88 aus der Samtgemeinde Dransfeld sowie 18 Gäste aus der Jugendfeuerwehr Hannoversch Münden und 17 aus Lenglern, war der direkt am Mözener See und umgeben vom Segeberger Forst gelegene Jugendzeltplatz auch quasi ausgebucht. Getreu dem Motto des Zeltplatzes: „Zuhause is‘ Wibo“ fühlten sich die Teilnehmer auch sofort nach Ankunft wie zu Hause.

Neben dem Besuch der Karl-May-Spiele („Der Schatz im Silbersee“), Besichtigung der Kalkberghöhlen sowie des Fledermauszentrums Noctalis standen eine Stadtrallye und die Besichtigung der Zentrale der Freiwilligen Feuerwehr Bad Segeberg sowie ein Einkaufsbummel in Lübeck auf dem Programm. Alle Ziele wurden mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit der Bahn angesteuert. Bevor die Fahrräder genutzt werden konnten, wurde zunächst ein Check durchgeführt und alle Teilnehmer mussten eine kleine Fahrprüfung absolvieren.

Aber auch feuerwehrmäßig stand für die Jugendlichen ein ganz besonderes Highlight an. Unter Leitung vom zuständigen Fachbereichsleiter Wettbewerbe der Kreisjugendfeuerwehr Bad Segeberg Rolf Turtun, wurde zusammen mit der Jugendfeuerwehr Wittenborn die Prüfung der Jugendflamme 1 (Schleswig Holstein) durchgeführt. Die meisten der Zeltlagerteilnehmer haben bereits verschiedene Stufen der niedersächsischen Jugendflamme, daher war die Prüfung für sie nichts Neues.
Die Besonderheit liegt aber darin, dass sie das schleswig-holsteinische Abzeichen nun zusätzlich zum niedersächsischen (auch später im aktiven Dienst an ihrer Uniform) tragen dürfen und somit eine lebenslange Erinnerung an dieses Zeltlager haben.

Das riesige Zeltplatzgelände bot Platz für allerlei Aktivitäten: Kanu fahren auf dem See, Schwimmen, Dämme bauen im Flussdelta, Fußball, Tischtennis und vieles mehr. Damit der See ausgiebig genutzt werden konnte, haben einige Betreuer vor dem letzten Zeltlager bereits das Rettungsschwimmabzeichen in Silber absolviert. Dank des großen Aufenthalts- und Sanitärgebäudes konnten gelegentliche Regenschauer sowie kühle Abende mit Spielen überbrückt werden. Die große Spielesammlung des Fördervereins kam außerdem in jeder freien Minute zum Einsatz. Als weitere Aktivitäten boten die Betreuer AG´s an, wie zum Beispiel: Bogenschießen, Selbstverteidigung, Seilklettern im Baum, Basteln eines JF-Zeltlager-Stuhls, eine Team-Challenge mit verschiedenen Aufgaben, Fahrradtouren sowie Bau und Betrieb einer Seilbahn. Lagerfeuer mit Stockbrot und Marshmallows war natürlich obligatorisch für ein Zeltlager.

Im Rahmen eines Arbeitseinsatzes bauten die Jugendlichen unter Anleitung von Timo Wienecke (Varlosen), Christian Fischer (Bühren) und Leon Fischer (Ellershausen) Bänke, die am Ende des Zeltlagers an den Jugendzeltplatz übergeben wurden. Außerdem wurden ein paar Reparaturen auf dem Zeltplatz durchgeführt.

Nach den Gemeindezeltlagern 2010 am Diemelsee, 2012 in Wieren bei Uelzen, 2014 und 2016 in Wittenborn bei Bad Segeberg werden die Jugendfeuerwehrwarte zusammen mit den Jugendsprechern bald mit der Suche nach einem geeigneten Zeltplatz und der Planung für das Gemeindezeltlager 2018 beginnen.

Gemeindejugendfeuerwehrwart Thomas Wurm bedankte sich ganz herzlich beim Kinder- und Jugendfeuerwehr Förderverein Samtgemeinde Dransfeld, ohne den ein so großes Zeltlager mit dem umfangreichen Programm zum verhältnismäßig kleinen Preis nicht durchführbar gewesen wäre.
Dank eines kräftigen finanziellen Zuschusses für die Teilnehmer der Samtgemeinde Dransfeld, Nutzung der Zeltlagerküche und der Spielesammlung sowie dem persönlichen Einsatz der Betreuer und dem Vorstand konnte das Zeltlager für die Jugendlichen zu einem aufregenden Ferienerlebnis werden.

Die Vorsitzenden Torsten Federkeil und Marc Hertrich sowie Kassenwartin Maren Federkeil opferten ihren Urlaub und nahmen ebenfalls am Zeltlager teil. So konnten sie sich ein sehr genaues Bild über die sinnvolle Verwendung der Mittel machen. Aber auch die Kameradschaften und Fördervereine der teilnehmenden Gastjugendfeuerwehren aus Hann. Münden und Lenglern unterstützten ihre Teilnehmer.